Landtagswahlen Baden-Württemberg u. Rheinland-Pfalz

Baden-Württemberg u. Rheinland-Pfalz:

Wie das Politbarometer zeigt,  ist die Gefahr einer zukünftigen Rot-Grünen (weniger rot-dunkelrot-grün) Regierung in B-W als auch in R-P  gegeben. Was das für den legalen Waffenbesitz bedeuten würde, muß ich wohl nicht weiter ausführen?

Schauen Sie selbst, hier sind die Aussagen der Parteien:

CDU BW

  • Zu Waffen : Nichts
  • Aber:
    Der von der CDU berufener Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner (Karlsruhe) erklärte dieses Jahr:
  • „Jede Waffe weniger bedeutet ein Mehr an Sicherheit. Unser Ziel muss es sein, so wenige Waffen wie möglich in privater Hand zu lassen. Alle Waffenbesitzer sollten prüfen, ob sie ihre Waffe noch benötigen“

FDP BW

  • keine weiteren Verschärfungen im Waffenrecht anstreben.
  • Wir sprechen uns gegen jede Form der Waffensteuer aus und fordern, dass Kontrollen bei Waffenbesitzern, die nicht zu Beanstandungen führen gebührenfrei durchgeführt werden.

SPD BW

  • Wir streben ein generelles Verbot von großkalibrigen Waffen für Privatpersonen an.
  • Außerdem muss strenger kontrolliert werden, wer überhaupt eine Waffe besitzen darf.
  • Hierfür brauchen wir sowohl eine Verschärfung des Waffenrechts als auch eine bessere Kontrollmöglichkeiten für die Waffenbehörden.
  • Waffen und Munition sollen in Zukunft an getrennt gesicherten Orten aufzubewahren sein.
  • Wir treten außerdem dafür ein, dass scharfe Munition nicht im Privathaushalt aufbewahrt werden darf.

Die GrünenBW

  • Die Amoktaten in Winnenden/Wendlingen und Lörrach zeigen auf tragische Weise, dass der private Waffenbesitz im Land deutlich eingeschränkt und effektiver kontrolliert werden muss. Landesregierung und Landtag stehen besonders in der Pflicht zu handeln
  • Als Sofortmaßnahme sind regelmäßige – auch verdachtsunabhängige – Waffenkontrollen unabdingbar.
  • Die Waffenbehörden im Land müssen personell besser ausgestattet werden, um regelmäßig auch die Eignung für und das Bedürfnis für den Waffenbesitz überprüfen zu können.
  • Zur Finanzierung des Mehraufwands schlagen wir die Schaffung einer landeseinheitlichen TÜV-Gebühr für Waffenbesitzer vor.
  • Wir fordern vom Bund, die Amnestieregelungen für die Abgabe „illegaler“ Waffen zu erneuern, nachdem wir diese Forderung bereits im Landtag durchsetzen konnten.
  • Darüber hinaus setzen wir uns für ein Verbot großkalibriger Faustfeuerwaffen als Sportwaffen und für Begrenzungen von Waffen- und Munitionsbesitz ein.
  • Funktionsfähige Waffen und ihre Munition (mit Ausnahme von Jagdwaffen) sollen künftig getrennt und außerhalb von Privaträumen aufbewahrt werden
  • Und vom neuen Möchtegernministerpräsidenten (selbst Mitglied eines Sportschützenvereins) himself: “ Beim Thema „Waffenkontrollen“ muss man mehrere Unterscheidungen treffen. Zum einen zwischen verdachtsunabhängigen Kontrollen, die keine Beanstandung liefern und solchen die eine Beanstandung liefern. Vollkommen klar ist, dass bei Beanstandungen eine Gebühr fällig sein muss. Das ist bei Kontrollen in anderen Bereichen nicht anders. Bei verdachtsunabhängigen Kontrollen, welche keine Beanstandung liefern, unterscheiden wir zwischen Jägern und Sportschützen. Jäger schießen im „öffentlichen“ Auftrag und deswegen haben wir uns in der Landtagsfraktion darauf verständigt, hier keine Gebühren zu verlangen. Bei Sportschützen ist die Sachlage allerdings ein wenig anders. Hierbei handelt es sich – auch bei den olympischen Disziplinen – nicht um einen öffentlichen Auftrag sondern um ein privates Hobby mit nicht zu verleugnendem gefährlichem Gerät. Deswegen sind wir hier für eine landeseinheitliche Regelung bezüglich der Gebühren bei verdachtsunabhängigen Kontrollen. Es ist nicht zu vertreten, dass die Allgemeinheit für die Kontrolle eines Hobbys aufkommen muss. Aus ähnlichen Erwägungen fordern wir zum Beispiel, dass bei kommerziellen Veranstaltungen Gebühren für Polizeieinsätze im Zusammenhang mit den Veranstaltungen erhoben werden.Ich hoffe, ich konnte hiermit Ihre Fragen beantworten.Mit  freundlichen  Grüßen Winfried  Kretschmann“  
  • Scheinheilig-unglaubwürdig-Grün.
  • Grüne begehen Hochverrat!

Die Linke BW Wahlprogramm

  • Aussage zu Waffen: „Justizminister Ulrich Goll (FDP) betreibt seit Jahren eine Politik, die das Gegenteil von liberal ist. Seine Aufgabe wäre es, die Unabhängigkeit der Gerichte gegen Einmischungen aus der Politik zu verteidigen. Tatsächlich jedoch mischt er sich selbst in die Angelegenheiten der Justiz ein. Zum Beispiel ist seine Positionierung gegen die Forderung nach einer Restriktion der privaten Waffenhaltung kaum zu trennen von seiner eigenen hinlänglich bekannten Waffenvorliebe
  • Polizisten: Verbot des Tragens von Schusswaffen im alltäglichen Streifendienst sowie bei Demonstrationen und Großveranstaltungen

Die Republikaner:

  • ein klares NEIN zu neuen Waffengesetzen, aber konsequente Umsetzung der bestehenden Gesetze

Sie sehen, bis auf die FDP wollen alle großen Parteien den legalen Waffenbesitz weiter einschränken, bis zum völligen Verbot. Von den kleinen sind die Republikaner klar gegen weitere Einschränkungen. Auch wenn die sonstigen Wahlprogramme/versprechungen der einzelnen Parteien sich für Sie, liebe Leser, gut „anhören“, trauen Sie ihnen nicht! Seien Sie sich aber sicher, daß die Waffenrechtsprogramme durchgezogen werden, vor allem von den Linken, den Grünen und der SPD. Das ist im übrigen auch die Linie der jeweiligen Bundesparteien.

Und noch etwas: Vergessen Sie das Thema „Atomkraft“. Hier werden Sie von jeder einzelnen Partei „beschissen“, die lügen alle wie gedruckt. Bei diesem Thema geht es nicht um den Bürger, sondern nur um des Bürgers Geld, und das „regiert die Welt“. Gerade den Grünen ist da nicht zu trauen, auch die lügen unverschämt, wollen nur ihre eigenen „grünen“ Energieprodukte verkaufen. Für Geld natürlich. Die Wahrheit zu diesem Thema werden frühestens unsere Ur-urenkel erfahren……… Bitte hier weiterlesen.

Für Rheinland-Pfalz gilt das gesagte uneingeschränkt genauso. Die Landesparteien orientieren sich an der Bundespartei.

Das gefährliche an diesen Wahlen: Die jeweiligen Landtage bestimmen die Zusammensetzung des Bundesrats. Dieses Gremium muß die meisten neuen Gesetze oder Gesetzesänderungen „absegnen“. Kommt in B-W oder R-P eine rot-grüne Regierung an die Macht, stehen deshalb die Chancen für den legalen Waffenbesitz ganz schlecht!

Also! Gehen Sie zur Wahl! Unbedingt!

Ich – wäre ich Einwohner von B-W oder RP-  würde, um rot-grün verhindern zu wollen, die FDP wählen. Das wäre die Chance auf eine weitere schwarz-gelbe Koalition, was uns erstmal weitere Einschränkungen ersparen würde. Wollte ich -aus welchen Gründen auch immer- keine der großen Parteien wählen wollen, würde ich meine Stimme den Republikanern geben. Deren Wahlprogramm klingt für mich sehr vernünftig.

Sollten Sie noch unentschlossen sein: Benutzen Sie den Wahlomaten und schauen ob  er hilfreich für Sie ist.

Genau so zu handeln, das ist meine Empfehlung an Sie, liebe Leser! Machen Sie es wie bei der Bundestagswahl 2009, da hat es doch auch geklappt! Und die FDP hat Ihre Versprechen uns gegenüber bis zum heutigen Tag eingehalten! An dieser Stelle vielen Dank dafür.

Hier noch ein Wahlplakat zum herunterladen. Bitte noch in den Vereinen aushängen, oder per Mail weiterverteilen!

Michael Kuhn 

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | 4 Kommentare

Von Einschlägen und Treffern

Ganz ehrlich, liebe Leser, haben Sie Angst von einem Blitz erschlagen zu werden? Vermutlich nicht. Es gibt ja auch keinen Grund dafür. Jährlich werden in Deutschland zwischen 5 und 15 Menschen durch Blitzschlag getötet (Quelle), bei etwa 82 Mio. Einwohnern nicht wirklich viel. Für die weiteren Berechnungen nehme ich den Durchschnitt, 10, als Maßstab.

Wenn man aber mal die Anzahl der gezählten Blitze (2009: 2.354.567 Stück) dazu in Relation setzt, erkennt man, daß quasi jeder 0,0000042te Blitz tödlich ist, einer von 235.467. Also ist die Quote der tödlichen Blitzschläge 1:235.467.

Jetzt nehmen wir mal die Anzahl der jährlich von Sportschützen abgegebenen Schüsse und die dadurch getöteten in Deutschland her. Etwa 450 Millionen Schuß werden in Deutschland jährlich von  Sportschützen abgegeben. (Quelle). Dadurch kommen -auch im Schnitt- 3 Menschen zu Tode (Quelle). Von 88 Schußwaffentoten werden etwa 8,5% durch legale Waffen getötet, etwa 3 durch Sportschützen. Diese Zahl sprengt jeden Taschenrechner, wissenschaftlich sieht das so aus: 3 / 450 000 000 = 6,66666667 × 10hoch-9. Oder einfacher: Die Quote der tödlichen Schüsse aus legalen Waffen in Deutschland ist 1: 150.000.000

Anders gesagt: Die Gefahr, in Deutschland vom Blitz getötet zu werden, ist etwa  637 mal so hoch als von einem Schuß aus einer Sportschützenwaffe getötet zu werden.

Vor was also Angst haben? Vor Sportschützen und deren Sportwaffen? Lächerlich. Schönen Gruß an das AAW/Schober und Grafe (Quelle).

Michael Kuhn

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | 2 Kommentare

Landtagswahl Sachsen-Anhalt

Hierzu möchte ich auf den Artikel von Ernst Krenkel verweisen, er ist dazu der Fachmann.

Ergänzend möchte ich sagen, daß es eigentlich egal ist, wen man wählt, erfahrungsgemäß werden Wahlversprechen sowieso nicht eingehalten, „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ ist herrschende Devise in der Politik. Von daher lautet meine Empfehlung: Wählen Sie die Partei, die Ihnen zumindest „verspricht“ Ihren Waffenbesitz nicht einschränken zu wollen.

Was wählen in Sachsen-Anhalt? 

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Schreib einen Kommentar

Dr. John Lott: Mehr Schusswaffen, weniger Verbrechen

Aus YouTube: „Ein Vortrag von Dr. John Lott über ein Thema, dem er mehrere Bücher und Jahre der Forschung gewidmet hat: Den Schusswaffenbesitz der Zivilbevölkerung. Die Präsentation solte stattfinden an der prestigeträchtigen University of Texas, wurde jedoch wegen eines Amoklaufs der Lotts Thesen bestätigte, abgesagt und kurzerhand in die benachbarte Buchhandlung Brave New Books verlegt„. Der Vortrag dauert 42 Minuten und ist komplett auf deutsch übersetzt.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit zum Thema „Amerikanische Verhältnisse“!

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Schreib einen Kommentar

Von Winnenden nach Wendlingen – Tim K.-Gedächtnisreise

Jetzt ham’se den Vogel abgeschossen: Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden veranstaltet eine Tim K.-Gedächtnisreise. Hier klicken. Und noch schlimmer: Man will den 11.03. jeden Jahres als bundesweiten Amok-Gedenktag eingeführt haben:

Das „Aktionsbündnis Amoklauf“ strebt einen bundesweiten Präventionstag an jedem 11. März in allen Schulen an. Es habe bereits zusammen mit dem Bund Deutscher Kriminalbeamter Gespräche im Bundespräsidialamt gegeben, sagte Bündnissprecher Hardy Schober, die Signale seien durchaus positiv. An dem Aktionstag sollen besondere Projekte gegen Gewalt vorgestellt und vernetzt werden. Politisch sei bisher zu wenig zum Schutz vor Waffenmissbrauch und gegen Killerspiele getan worden.

Nun, ein Heldengedenktag soll eingeführt werden: Jedes Jahr aufs Neue werden schon Wochen vorher potentielle Nachahmer wieder mit der Nase auf den Fall gestoßen. Die ganze Sache wird immer und immer wieder von vorne her aufgewickelt und vorgekaut, die Medien werden’s schon richten……..

Kennen die Aktivisten des Amokbündnisses nicht die Erkenntnisse der Kriminalpräventologen, die ganz klar sagen: „Hinsichtlich des zuletzt genannten Aspekts der Bekämpfung von Nachahmungstaten (der sog. Copycat-Effekt) schlägt Robertz  das folgende Maßnahmenpaket für Medien und Pressestellen vor:

  • (1) Keine Vermutungen zum Motiv äußern, um eine mögliche Identifikation mit dem Täter zu verhindern.
  • (2) Keine Photos und Namen weitergeben, um Distanz zum Täter zu schaffen.
  • (3) Keine Vermutungen zur Rolle bestimmter Personen im Tathergang äußern, um die Entstehung von Mythen bzw. „Heldengeschichten“ zu verhindern.
  • (4) Keine zu konkrete Darstellung des Tathergangs bzw. bestimmter Details (z. B. Kleidung, Waffen usw.) liefern, um die Gewaltphantasien von möglichen Nachahmungstätern nicht (weiter) anzuregen.
  • (5) Keine zu konkrete Darstellung von Täterphantasien und emotionalem Bildmaterial (Tagebuchauszüge, Videos, Zeichnungen usw.) verfügbar machen, um Schnittstellen zur Situation und Phantasie von potenziellen Nachahmungstätern zu vermeiden.“

Und? Genau das Gegenteil wird getan, die Erinnerung an den Täter und vor allem die Tatwaffe wird hochgehalten. Vielleicht nur zum Teil vom ABW selbst, aber den Rest erledigen die Medien schon. So sicher wie das Amen in der Kirche. Mit Bildern, Tatablauf, Opfern usw. Sie können das gerne bei Google anhand der aktuellen Berichterstattung im Vorfeld des Jahrestages überprüfen.

Nachdem wir jetzt wissen, daß die Aktionen des ABW die propagierten Präferenzen konterkarikieren, müssen wir uns fragen: Weshalb? Cui bono? Nun, wer was davon hat ist klar: Herr Schober, der umtriebige „Chef“ des Ganzen profitiert als angestellter Geschäftsführer als einziger davon. Er bestreitet schlicht und einfach seinen Lebensunterhalt mit einem selbstgewählten Gehalt. Man munkelt, er sei als Versicherungsvertreter nicht besonders erfolgreich gewesen.

Auch Roman Grafe, Autor, versucht mit seiner immerwährenden Hetze gegen die Sportschützen seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen, einfach nur, um seine Publikationen an den Mann zu bringen.

All das erfolgt auf unserem Rücken, man hetzt gegen die Sportschützen als potentielle Mörder, man diskreditiert uns in der Öffentlichkeit. Man verwendet bewußt Methoden der Desinformation, arbeitet nach wie vor mit erwiesenen Lügen. Nun, Grafe hat seine Ausbildung im kommunistischen System der DDR genossen, wer weiß was er da alles gelernt hat……

Sie, liebe Leser, können sich hier auf meinem Blog informieren, Fakten in Erfahrung bringen. Tun Sie es! Lesen Sie in einer ruhigen Stunde mal alle meine Blogbeiträge durch, folgen bitte allen Verlinkungen (wichtig) und holen sich so Ihre eigenen Informationen.

Mir tun nur die desinformierten und mißbrauchten Mitstreiter des ABW und Grafes leid. Sie werden für eine Ideologie, die nur auf finanziellen Vorteilen der Akteure begründet ist, ausgenutzt und mißbraucht. Helfen Sie Ihnen, dies zu erkennen!

Danke für Ihre Mithilfe!

Michael Kuhn

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Ein Kommentar

Tot. Töter. Am totesten.

Das Sterben beginnt mit der Geburt. Wer nicht sterben will sollte am besten nicht geboren werden. Unumstößliche Tatsachen, nicht veränderbar. Endgültig. Im Jahr 2009 sind in Deutschland 854.544 Menschen gestorben.

Die weitaus meisten Menschen in Deutschland sterben aufgrund einer natürlichen Ursache: Altersbedingt. Mediziner würden das wohl Zelltod nennen, für die Statistiker gibt es das aber nicht. Obwohl der Tod eines Menschen durch die Tatsache, daß keine Gehirntätigkeit mehr nachweisbar und auch kein Herzschlag mehr vorhanden ist, definiert wird, muß für die Statistiker eine Ursache feststellbar sein.

Zu den natürlichen Todesursachen zählt man Krankheiten und das Versagen von Körperfunktionen. Zu den nicht natürlichen Todesursachen werden Unfälle, Verbrechen, Krieg, Vergiftungen oder Suizide gerechnet. Der Statistiker nennt das: Äußere Ursachen von Morbidität und Mortalität.

Aus dieser Statistik können wir ersehen, daß im Jahr 2009 tatsächlich nur 822.712 Menschen das Recht auf natürliches Ableben wahrgenommen haben. 31.832 Menschen sind eines nicht natürlichen Todes gestorben worden, auf verschiedenste Weise. Die meisten davon durch Unfälle, etwa 2 Drittel. Davon 4192 Verkehrstote.

9.577 Menschen haben sich selbst um ihr Leben gebracht, ihre eigene konsequente und endgültige Entscheidung getroffen nicht bis zum natürlichen Tod mit dem Sterben zu warten. Etwa die Hälfte davon hat sich erhängt (4.488),  ein Viertel sprang in die Tiefe oder vor einen Zug, nahm Gift. Nur 8% (768) der Selbstmörder verwendeten eine Schußwaffe zur Selbsttötung. Ohne diese Schußwaffe hätten sie sich wohl so umgebracht wie der Rest auch, Selbstmörder sind erfinderisch.

Ein Teil (1.146) der ungewollt gestorbenen hat die Behandlung durch Ärzte nicht überlebt, Kunstfehler, Behandlungsfehler, Krankenhausinfektionen.

Der Rest wurde von Mördern und Totschlägern getötet (1.130). Diese erwiesen sich genau so kreativ wie die Selbstmörder, Erstechen, Erdrosseln, Erhängen, Erschlagen, Vergiften, aus dem Fenster stürzen waren die beliebtesten Arten jemand anderen zuverlässig um die Ecke zu bringen. Auf Schußwaffen hat man sich nur 88 mal verlassen, auf scharfe Gegenstände wie Messer und Dolche doppelt so oft, nämlich 176 mal.

Was können wir aus diesen Informationen lernen?

  • Die häufigste Todesursache in Deutschland ist das Sterben, 10.000 von 10.000 Toten
  • 96,3% aller Deutschen sterben eines natürlichen Todes, also etwa 9.630 auf 10.000 Tote
  • 3,7% sterben eines unnatürlichen Todes, also etwa 370 auf 10.000 Tote
  • 1,1%  verüben Selbstmord, also etwa 110 auf 10.000 Tote
  • 0,5% sterben den Verkehrstod, also etwa 50 auf 10.000 Tote
  • 0,14% sind Opfer der Medizin, also etwa 14 auf 10.000 Tote
  • 0,13% sind Mord/Totschlagsopfer, also etwa 13 auf 10.000 Tote
  • 0,02% werden erstochen, also etwa 2 auf 10.000 Tote
  • 0,00999% sind Schußwaffenopfer, also etwa 1 auf 10.000 Tote.

Warum habe ich das Jahr 2009 für die Statistikauswertung gewählt? Nun, in diesem Jahr fand das Schulattentat von Winnenden statt, mit 16 zusätzlichen Toten durch Schußwaffen. Diese fehlen statistisch die Jahre vorher und danach, insofern ist festzustellen daß die Zahl von Schußwaffenopfern (obschon sehr niedrig) normalerweise niedriger ist.

Sie sehen, die Gefahr, Opfer eines Tötungsdeliktes zu werden ist schon ziemlich gering in Deutschland. Und wenn, dann wird man sogar nur in einem von 13 Fällen erschossen, in zwei von 13 aber erstochen.

Was hat das alles, mit legalen, registrierten Waffen zu tun? Viel. Manche üble Menschen machen die Boshaftigkeit von Mördern am Tatmittel fest. Die Herren Grafe und Schober zum Beispiel. Und das alles nur aus handfesten finanziellen Gründen. Dabei ist festzuhalten, daß die Zahl 1/10.000 Schußwaffenopfer sich auf alle verfügbaren Waffen in Deutschland bezieht, das sind grob 30-40 Millionen Stück. Legale und illegale. Das Duo Grafe/Schober will aber nur die legalen  SPORTWAFFEN weghaben, welche nicht mal 1/12 der verfügbaren Waffen darstellen. Der Rest, fast 92%, interessieren die Herren schlichtweg nicht.

  • Im Schnitt werden etwa 3 Menschen jährlich Opfer einer Sportwaffe, aber 1.146 werden Opfer von Ärzten.
  • Im Schnitt werden etwa 3 Menschen jährlich Opfer einer Sportwaffe, aber 1.042 Opfer anderer Mordinstrumente
  • Im Schnitt werden etwa 3 Menschen jährlich Opfer einer Sportwaffe, aber 4.192 Opfer des Straßenverkehrs

Aber denken Sie selbst, liebe Leser. Lassen Sie sich nichts von anderen vordenken, auch nicht von mir. Sie haben -noch- das Recht und die Freiheit dazu.

Datei: Unnatürliche Todesfälle 2009

Michael Kuhn 

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Schreib einen Kommentar

Roman Grafe und die Schnappatmung

Einer der größten Hetzer gegen die Sportschützen und das Sportschießen, Roman Grafe, ist quasi in Lebensgefahr. Sein Leben ist bedroht – von wem oder was wohl? Natürlich, die Sportschützen sind’s! Er regt sich über Sportschützen und Waffenhändler auf, hyperventiliert, gerät in Schnappatmung. Und schlägt dabei so um sich, daß er vermutlich bald einen Herzinfarkt bekommt. Aber lesen Sie selbst: Grafe kurz vor’m Exitus.

Der Grund für seine Hyperaktivität ist eine Antwort von Pro-Legal auf den „offenen Brief“ des Herrn Schober.

Grafe: „Sie werfen in Ihrem offenen Brief tatsächlich Eltern von in Winnenden ermordeten Schülerinnen vor, sich nun nicht auch noch um jene zu kümmern, die als „Schüler ihren einzigen Ausweg im Freitod suchen“. Die Firma Merkle in Backnang hat dies bereits getan, möchte man sarkastisch antworten – indem sie dem Sportschützen Jörg Kretschmer 1992 jene „Beretta“ verkaufte, mit der sein Sohn den Freitod fand. Daß er zuvor noch fünfzehn Unfreiwillige mit dieser Waffe erschoß, hindert Sie nicht, weiter das Recht auf tödliche Sportwaffen zu propagieren.“

Nun, nachdem in einem einzigartigen Justizskandal der Vater des Mörders für die Taten seines Sohnes herhalten mußte, geht dieser Waffenhasser jetzt so weit, einem unbeteiligten Waffenhändler auch noch eine Mitschuld am Tod der Opfer zu geben.

Das einzig gute an diesem Hetzbrief ist, daß es in Deutschland Gottseidank noch nicht verboten ist, sich so zu äußern. Der Herr Grafe sollte seine Forderungen aber gut überlegen. Ist nämlich der private Waffenbesitz erst mal verboten, ist als nächstes die Meinungsfreiheit dran. Und dann geht’s solchen Leuten wie ihm tatsächlich an den Kragen…..

Nachtrag: Ich vergaß zu erwähnen, daß die Ausführungen des Herrn Grafe zur Faktenlage natürlich von keinerlei Fachwissen getrübt sind, er polemisiert, sagt größtenteils die Unwahrheit. Damit kennt er sich aus, da ist er Profi.

Michael Kuhn 

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Ein Kommentar

Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden bekommt den “Kopf gewaschen”

Wow. Das ist eine herzhafte Ansage, ich bin hochbeeindruckt. Alles was es zum Thema Glaubwürdigkeit des AAW (oder ABW) zu sagen gibt – in ehrliche und aufrichtige Worte gefasst. Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden bekommt seinen „Anschiß“ vom Jagdwaffennetzwerk. Vielen Dank dafür!

Man hat -so denke ich- die Form des „offenen Briefes“  gewählt um auch eine offene Antwort zu bekommen. Die wird aber -leider- wohl ausbleiben.

Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Schreib einen Kommentar

Bürgerschaftswahl in Hamburg

Morgen ist es soweit, die Hamburger gehen an die Wahlurnen. Die Vorzeichen für das Wahlergebnis stehen schlecht, zumindest für diejenigen Waffenbesitzer, die im Besitz von legalen Waffen sind. 66,5% der Wahlberechtigten wünschen sich den Kommunismus zurück. Was das für den legalen Waffenbesitz bedeutet? Sehen Sie selbst: Pro-Legal. Hier nochmal das „Wahl“plakat zum herunterladen (große Datei, dauert etwas).

Liebe Hamburger, bitte bedenken Sie, auch wenn Ihre Wahlentscheidung hauptsächlich von der Landespolitik beeinflußt wird, die Wahl der kommunistischen Parteien B/90-Die Grünen, Die Linke oder der SPD hat unmittelbar auch Auswirkungen auf die Bundespolitik, über den Bundesrat nämlich. Deshalb empfehle ich: Geben Sie Ihre Zweitstimme einer nichtkommunistischen Partei, damit die Kommunisten (s.o.) nicht die Überhand in Deutschland gewinnen. Vor allem aber deswegen, daß Sie und wir alle, unseren Sport, unser Hobby, zukünftig auch weiterhin ausüben können. Vielen Dank!

Michael Kuhn 

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Schreib einen Kommentar

Kontrolleur hat auskontrolliert

Vor einiger Zeit fragte ich, wer eigentlich die Waffenkontrolleure kontrolliert. Heute meldet „Chiemgau Online“, daß Anklage gegen den betroffenen Sachbearbeiter erhoben wurde. Der gute Mann war ein kleiner „Lord Of War“, so wie sich die Ermittlungen darstellen………

Gut so. Waffenhandel ist nur mit der dazugehörigen Genehmigung erlaubt, diese hatte er wohl vergessen sich selbst auszustellen. Der Bericht spricht von „illegalen“ Waffengeschäften, was vermutlich aussagen soll, daß auch Waffen in die Illegalität verschwunden sind. Waffen, die von Ihren Besitzern zur Vernichtung abgegeben wurden und sich jetzt wohl im Besitz von Verbrechern befinden.

Michael Kuhn

Veröffentlicht unter Waffenrechtsblog | Schreib einen Kommentar