Wieder ein Schützenhaus ausgeraubt.

Mehr als ein Dutzend Kleinkaliber- und Großkaliberwaffen (Pistolen) sowie Munition stahlen Unbekannte bei einem Einbruch in das Schützenhaus in Scharnebeck. Man weiß ja, daß sich manche Verbrecher auf diese Art und Weise billig und sicher mit Waffen versorgen. Sicher deshalb, weil sie ja meistens nicht erwischt werden, die Schützenhäuser sind ja meistens weit außerhalb. Billig, weil ja immer Waffen dort gelagert sind und sie gleich einen ganzen Haufen Waffen auf einmal erbeuten können.

Trotzdem gibt es immer noch geistig verarmte Politiker, die die Lagerung der Schützenwaffen und der dazugehörigen Munition im Vereinsheim fordern, weil sie da ja so sicher wären. Armes Deutschland.

 Man kann nur hoffen daß diese Waffen nicht wieder für ein Massaker (wie in Eislingen dieses Jahr) Verwendung finden. Und wenn – die Politiker die die zentrale Lagerung fordern sind dann ganz gewiss nicht dran Schuld.

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Bauchschmerzen. Wut. Hilflosigkeit. Zorn.

Diese Begriffe spiegeln einen Teil meiner Gefühle wieder, die beim lesen dieses Pamphlets in mir hochgewallt sind. Wobei noch nicht geklärt ist woher es stammt, muß ich hinzufügen. Das Ganze hat schon am 05.10.09 stattgefunden.

Der Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Baden hat nach Winnenden seine Gemeinden aufgefordert das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden zu unterstützen, und zwar mit der Forderung des Verbots von Waffen in Privathaushalten. Sogar gleich mit Unterschriftenliste. Sehr zum Unmut der betroffenen Waffenbesitzer, welcher auch lautstark kundgetan wurde. Daraufhin hat man auf Seiten der Kirche Gesprächsnotwendigkeit erkannt und zu einem „Kamingespräch“ geladen. Bei mir zuhause endet sowas immer mit viel gutem Laphroaig.

Scheint hier auch so gewesen zu sein, anders kann ich mir nicht erklären daß „unsere Vertreter“ sich so über den Tisch ziehen lassen haben. Wahrscheinlich haben sie die dabei entstandene Reibungshitze sogar als Nestwärme der Kirche wahrgenommen. Mannomann. Das Ergebnis eines solchen Gesprächs kann nur sein, daß die von der Kirche getroffenen Aussagen zurückgenommen, sich von Seiten der Kirche dafür entschuldigt wird und sämtliche daraufhin gestarteten Aktionen gestoppt und zurückgefahren werden. Dies ist nicht passiert, es wird im Gegenteil von Konsens und „erheblicher Schnittmenge“ gesprochen. War wohl eher „Verschnitt“…..

Dann geht man noch her und verbrüdert sich gegen die Computerspieler und hat einen gemeinsamen Sündenbock gefunden. Das ist die typische Art der Kirche, seit Jahrhunderten. Das muß man wissen, muß präpariert sein. Muß Forderungen stellen und sich nicht auf faule Kompromisse einlassen. Für mich haben sich die Vertreter der Waffenbesitzer einfach nur dumm angestellt. Ist leider so.  Wie kann man sich auf diese altbekannte Weise von den Pfaffen verarschen lassen? So stelle ich mir Lobbyarbeit nicht vor, da muß besseres getan werden.

In diesem Zusammenhang ein interessanter Bericht zu einem ganz anderen Thema. Das wichtigste daran dieser Satz: „Für mich ist es ein Dilemma der Gesellschaft insgesamt, dass sich einzelne Gruppen immer wieder von der Politik gegeneinander ausspielen lassen und am Ende viel zu oft ein kleines Stück Freiheit verloren geht, weil man etwas gefunden hat, dass 20% der Menschen lieben, 30% der Menschen hassen und das den übrigen 50% so egal ist, dass sie sich über ein Verbot nicht weiter aufregen.“  Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. So funktioniert Politik, ganz kurz gesagt.

Also Jungs, beim nächsten Mal muß das besser werden! Eine zukünftige Zusammenarbeit wurde ja wohl vereinbart. In diesem Sinne: Amen.

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Sechs Novellen in sieben Jahren-politischer Aktionismus -sagt die CDU!

Entweder hat Herr Mappus endgültig erkannt was Sache ist oder er hat Kreide gefressen. Ich denke das erstere, denn schon auf der Megaveranstaltung in Forst hat er sich -damals noch fast gezwungen- ähnlich geäußert. Nun wird er sich an seinen Taten messen lassen müssen.

Zitat DWJ: „Eine Verschärfung des Waffenrechts wird in der öffentlichen Diskussion häufig mit einem vermeintliches Allheilmittel für ein Mehr an Sicherheit gleichgesetzt“, sagte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Stefan Mappus nach dem Treffen in Stuttgart.
„Sechs Novellen in sieben Jahren zeigen, dass das Waffengesetz zu einer beliebten Spielwiese für politischen Aktionismus geworden ist“, so Mappus weiter. Dieser diene jedoch meist nicht der Sicherheit, sondern drohe stattdessen Jäger und Schützen zu Unrecht zu stigmatisieren. Dadurch werde nicht zuletzt die wichtige und erfolgreiche Jugendarbeit der Schützen- und Jagdverbände unnötig erschwert, sagte Mappus.

Mal schauen ob er als Ministerpräsident in BaWü zu seinen Worten stehen wird. Sein Koalitionspartner wird ihm aber sicher auf die Sprünge helfen. Ich kann mir gerade ein Grinsen nicht verkneifen……

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Manipulation durch die Medien – eine Lehrstunde

Die Aachener Zeitung verkündet großspurig: „Bislang 34.000 Waffen bei NRW-Polizei abgegeben“ und behauptet: „Zahlreiche Waffenbesitzer in Nordrhein- Westfalen haben die befristete Amnestie zur Abgabe ihrer illegalen Schusswaffen genutzt. Bis Ende November seien fast 34.000 Waffen aller Art abgegeben worden, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Innenministeriums auf dpa-Anfrage„.

Nun darf man sich fragen, weshalb das Innenministerium solche Unwahrheiten verbreitet. Aber: «Es werden nicht nur illegale Waffen zurückgegeben», sagte der Ministeriumssprecher. Ja was denn nun? Legal oder illegal? Kommt die Falschaussage nun vom Innenministerium oder von der Aachener Zeitung? Richtig ist, daß nur ein verschwindend kleiner Bruchteil der abgegeben Waffen illegal besessen waren. Die allermeisten Waffen waren vorher im legalen Besitz des Abgebenden.

Nun, Schlagzeile und Einleitungstext der AZ implizieren etwas ganz anderes als die einfache Wahrheit. Das ist schon unverschämter Populismus und pure Demagogie. Cui bono?

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Waffenrechtsnovelle verfassungswidrig?

Ernst Krenkel von Backyard Safari hat eine interessante These aufgestellt. Ich neige dazu ihm zuzustimmen.

„Das in der Neufassung von § 27 III 1 Nr. 2 enthaltene Verbot für jugendliche Sportschützen, mit anderen als den dort ausnahmsweise genannten Schußwaffen auf Schießstätten zu schießen, verstößt gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 I GG) und ist somit verfassungswidrig.“

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Blume-Bayerle zieht’s durch

Obwohl die Vollzugshinweise zum Waffenrecht des Bayr. Innenministeriums recht eindeutig sind will  Münchens Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle die Kontrollen auf die harte Tour durchziehen. Die Süddeutsche berichtet.

Man kann nur hoffen, daß der gute Mann ob seiner trotzigen Aufsässigkeit vom Innenministerium eine „auf den Deckel“ bekommt.

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Lobby der Waffenbesitzer formiert sich

Nach der FvLW wurde letzte Woche eine weitere Vereinigung mit dem Ziel den legalen Waffenbesitz in Deutschland zu sichern und zu stärken gegründet.

Pro-Legal  hat sich folgende Ziele gesetzt:

  • Verbandsunabhängige Vereinigung aller, vom Waffengesetz betroffenen, Bürgerinnen und Bürger
  • Einheitliche und damit starke Vertretung der gemeinsamen Interessen gegenüber der Politik
  • Förderung und Wahrung der Interessen aller Waffenbesitzer, unabhängig von Vereinigungen und Verbänden
  • Gesellschaftliche Akzeptanz von privatem Waffenbesitz durch seriöse Aufklärung und Berichterstattung
  • Verhinderung weiterer Waffengesetzverschärfungen mit allen zur Verfügung stehenden, demokratischen Mitteln
  • Gesetzliche Neuordnung des bestehenden, überregulierten und für den Bürger unverständlichen Waffengesetzes
  • Zusammenarbeit mit seriösen Medien und investigativen Journalisten
  • Auseinandersetzung mit ideologischen und polemischen Medien und Journalisten mit allen zur Verfügung stehenden, demokratischen Mitteln
  • Aufbau eines nationalen und internationalen Netzwerkes mit anderen Waffenrechtsorganisationen und Befürwortern des privaten Waffenbesitzes

Es ist Aufbruchstimmung in Deutschland, auch bei den Waffenbesitzern. Zeigen wir den Politikern, der Journaille und allen uns schlecht gesonnenen daß mit uns zu rechnen ist!

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Na, aufgewacht?

Daß Baden-Württemberg im Gegensatz zu Bayern und anderen Ländern für die anlaßunabhängigen Waffenaufbewahrungskontrollen eine „Dienstleistungsgebühr“ von 46 Euro erheben will (und wohl auch wird) war schon seit längerem klar.

Jetzt sind aber auch (schon) die einen oder anderen betroffenen Schützen darauf aufmerksam geworden. Der Südkurier berichtet. Man kann dort auch abstimmen….

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Tag der Waffenabgabe

Der Schwarzwälder Bote schreibt, daß in Calw zum „Tag der Waffenabgabe“ (gab’s das nicht schonmal nach dem Krieg unter der Besatzungsmacht?)  61 zumeist ältere Waffenbesitzer 102 Waffen, auch einigen alten Schrott, abgegeben haben. 36 davon waren angeblich illegal. Gut so, die illegalen Waffen müßen raus.

Die 25 anderen Waffenbesitzer haben Ihre ehemaligen, z.T noch gut erhaltenen, Sportwaffen abgegeben, zum Verschrotten verschenkt. Daß sie diese für einen kleinen Obulus auch verkaufen konnten oder einem Verein zur Nachwuchsarbeit schenken konnten wurde ihnen nicht gesagt. Schön dumm, von mir hätten die noch was für die brauchbaren Waffen bekommen.

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Die JuSos mal wieder…..

Ob jung sein die Dummheit entschuldigt? Die JuSos fordern mal wieder eine erneute Änderung des Waffengesetzes.

„Einen weiterer von den Jusos-Lichtenberg stammender Antrag, fordert eine Verschärfung des Waffenrechts. Dieser wurde durch die Jusos-Lichtenberg nach dem letzten Amoklauf in Winnenden verabschiedet und an diesem Wochenende auch durch die Jusos-Berlin. Dabei erhoffen wir uns, dass das Waffengesetz soweit verschärft wird, sodass die Kontrollen der Munition und Waffen verbessert werden und auch eine Grenze der zu lagernden Munition gesetzlich vorgeschrieben wird. Dabei wollen wir weder Berufsgruppen, noch Sportlerinnen und Sportler, oder Andere unter einen Generalverdacht des verantwortungslosen Umgang mit Waffen beziehungsweise mit Munition stellen, jedoch darf es auch keine Einzelfälle geben, bei welchen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene einfach an Waffen gelangen.

Diesen politisch korrekten Schwachsinn kann man hier nachlesen. Die PolitikKiddies suchen wieder mal ’ne eierlegende Wollmilchsau die sie durch’s nächste Dorf treiben können. Ich fühle mich jedenfalls geradeeben schon wieder unter Generalverdacht gestellt. Aber so ist das, wenn die Kids nichts zu tun haben und nichts lernen, dann spielen sie Politiker. Gute Chancen daß das dann mit dem Politikerjob klappt hat man ja in Berlin……..

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