Wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure?

In der Chiemgau Online steht heute, daß im Landratsamt Altötting eine Razzia durchgeführt wurde. Man suchte wohl nach abgegebenen, jetzt aber verschwundenen Waffen. Ein Mitarbeiter wurde festgenommen, es sind aber noch umfangreiche Untersuchungen notwendig. Mal sehen was dabei rauskommt. Vielleicht ist ja auch gar nichts dran und der Mann wurde nur von z.B. Waffengegnern angeschwärzt?

Edit: Weitere Informationen: Sachbearbeiter in Haft.

Edit: Waffenskandal weitet sich aus.

Edit 10.03.10: Huiuiui, das scheint interessant zu werden: Bad Reichenhall auch involviert. Und weiter: Staatsanwalt bestätigt Weitergabe der Waffen

Wenn die Kontrolleure vor der Tür stehen haben Sie nicht nur Pflichten. Ein paar wenige Rechte sind uns noch geblieben. Z.B. das Recht die Kontrolleure draußen stehen zu lassen. Was die Kontrolleure dürfen und was nicht, welche Rechte Sie sonst haben steht hier geschrieben: Kontrollrechte bei der „Nachschau“ nach § 36 Abs. 3 WaffG

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Sportschütze = Waffennarr, Terrorist, potentieller Killer?

Die diskriminierende Darstellung der Sportschützen, der Waffenbesitzer allgemein, in Medien, durch die Politik und die Kirchen hat ein ungeheures Ausmaß angenommen. Alleine der Begriff „Waffennarr“ bei Google eingegeben ergibt 279.000 Treffer. Diese sind zu 99,999% negativ unterlegt, will heißen, sie bringen den Waffenbesitzer mit einem Verbrechen oder Straftaten in Zusammenhang. Noch schlimmer wird es, wenn man „Waffennarr und Sportschütze“ kombiniert.

Was hier gezeigt wird sind größtenteils Pressemeldungen. Also das, was Otto Normalverbraucher beim Frühstück liest – und glaubt. Im Fernsehen ist es nicht besser, sogar die öffentlich-rechtlichen Sender hetzen unverblümt gegen die Sportschützen als Waffennarren und potentielle Killer. Auch das sieht Otto – und glaubt. In den Kirchen agieren die Priester sogar von der Kanzel herunter, bezeichnen uns als Waffennarren. Otto hört’s – und glaubt. Er geht ja gerade weil er gläubig ist in die Kirchen. Aus der Politik kommen -überwiegend von Seiten der Grünen und der Linken sowie der SPD- unverhohlene Angriffe -verbale Amokläufe- gegen uns mit dem Ziel unsere Sportwaffen nach Möglichkeit verbieten zu wollen.

So ist es nicht verwunderlich, daß die Sportschützen von allen Seiten angefeindet werden, immer öfter sogar im persönlichen Gespräch. Man könnte fast meinen, man meidet uns wie der Teufel das Weihwasser. Das ist zumindest mein Eindruck in letzter Zeit nach vielen Gesprächen in dieser Richtung. Wenn Sie meinen Blog sorgfältig verfolgt haben sind auch auf dieser Seite hier genügend Beispiele zu finden.

Nun, ich bin ferner der Meinung daß diese Stigmatisierung durch Medien, Politik und Kirche gewollt und gesteuert ist. Man will uns damit ausgrenzen, zu minderwertigen Menschen degradieren. Man will uns so fernsteuern, daß wir am liebsten unsere Waffen von alleine abgeben würden um wieder „gute“ Menschen zu werden. Bei einigen hat es schon Wirkung gezeigt, man muß nur betrachten wieviele Legalwaffenbesitzer ihre Waffen im Rahmen der sogenannten „Amnestie“ abgegeben haben. „Absolution“ wäre der bessere Begriff gewesen.

Mir ist schon klar, daß gewisse Gutmenschen und zum Teil auch unsere Regierenden uns um unsere Waffen gebracht sehen wollen, die müßen ja Angst vor Bewaffneten haben, in diesen Zeiten. Sie vergessen dabei aber, daß das Wort „Schütze“ den Begriff „schützen“ beinhaltet, den Ursprung des Sportschützenwesens. Da ging es nämlich nicht immer nur um sportliches Schießen, ganz im Gegenteil. Es ging darum, eine Gemeinde im Verteidigungsfall zu beschützen, und zwar mit Waffengewalt. Die Staatsmacht konnte und kann halt nicht überall sein. Aber diese Zeiten sind lange her, heute werden unsere Waffen friedlich genutzt und ich hoffe trotzdem, daß dies für alle Zeiten so bleibt. Ich persönlich weiß aber, wen ich im Fall der Fälle „beschütze“ und wen garantiert nicht.

Wie dem auch sei, wir werden zur Zeit immer mehr gesellschaftlich ausgegrenzt, unsere Kinder an den Schulen von ihren Lehrern wegen ihres Sports gemobbt. Diese Situation wird sich zum Jahrestag des Attentats auf die Winnender Schule nur noch verstärken, seien Sie sich sicher!

Auch die Paintballspieler, die Hundebesitzer, die Videospieler, die Jäger haben mit denselben Problemen wie wir zu kämpfen. Auch sie werden sozial diskriminiert und genau wie wir -noch- verbal und mit unsinnigen Gesetzen bekämpft.

Deshalb habe ich mir ein T-Shirt drucken lassen, Sie haben es sicher weiter unten schon gelesen. Mit dem Tragen dieses Hemdchens will ich meinen Protest gegen die Bevormundung durch die Politik, die Medien und die Kirchen zum Ausdruck bringen. Und glauben Sie mir, es wirkt! Da kommen Gespräche mit Mitmenschen zustande die ich früher nicht für möglich gehalten hätte. Menschen die vorher eher negativ gegen uns eingestellt waren sehen die Welt danach plötzlich mit offenen Augen und erkennen die Vorgänge. Sie merken, daß mit der Stigmatisierung ein „in die Ecke drängen“ und eine Ausgrenzung verbunden ist, die u.U. hier noch lange nicht halt macht.

Und das ist die große Gefahr: Daß die soziale Ausgrenzung, die Diskriminierung und Stigmatisierung erst der Anfang ist. Der Anfang von was? Ich trau‘ mich gar nicht darüber nachzudenken….

Deshalb: Wehret den Anfängen, nicht daß uns unsere Kinder irgendwann mal fragen: „Weshalb hast DU nichts dagegen unternommen?

Also: Ich stelle meine Protestgrafik unter Beachtung des Copyrights für jeden zur Verfügung der sich auch so ein T-Shirt o.Ä. zur ausschließlich privaten Nutzung drucken lassen will. Gewerbliche Nutzung ist da nicht eingeschlossen! Unter denselben Bedingungen können gerne auch die Paintballer, Hundebesitzer und Gamer „Ihr“ passendes Motiv herunterladen und benutzen. Ich würde mich freuen, wenn es rege genutzt wird. Wenn jemand seinen Dank dafür ausdrücken möchte soll er/sie mir halt ein kleines Geschäft zukommen lassen……  😉

SportschützeWaffenbesitzer

HundebesitzerGamer

Hier sind die Dateien zum Download:

Sportschütze     Waffenbesitzer    Hundebesitzer    Gamer

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Medienhetze – xter Teil Verbot der Schützenvereine?

Es kehrt einfach keine Ruhe ein. Die Medien und die Politik haben sich wieder einmal auf uns eingeschossen, diesmal wird’s aber heftig. Die „Welt“ ist sich nicht zu Schade jeden geschehenen Mord auszuschlachten aber diesmal sind sie zu weit gegangen. Unterste Schublade was da abgeliefert wird. Da wird doch tatsächlich eine Umfrage gestartet ob die Schützenvereine verboten werden sollen! Hier nachzulesen. Reflexartig geifern diese verkommenen Schreiberlinge und lassen dem Beißreflex freien Lauf. Das sieht so langsam nach Vernichtungsfeldzug gegen uns Sportschützen aus.

Politiker der Grünen fordern die Brandmarkung von jugendlichen Schützenvereinsmitgliedern, und zu guter Letzt lügt man bei MVregio wie gedruckt. Naja, wird ja auch gedruckt. Man erfindet Aussagen von „Sportschützen“, bringt sie sogar in die Nähe der Mafia. Angeblich gäbe es versteckte Drohungen gegenüber den Giftspritzern. Unglaublich. Seriöser Qualitätsjournalismus? Fehlanzeige.

Diese neue, unbekannte Qualität der Angriffe gegen uns Sportschützen, diese Stigmatisierung, zeugt höchstwahrscheinlich von einer konzertierten Aktion, ich befürchte daß der Höhepunkt noch nicht erreicht ist. Die Frage ist aber: Wer steckt dahinter? Wer hat solche Angst vor uns, daß er uns vernichten will? Was hat das Ganze mit der Wirtschaftskrise zu tun? Bitte machen Sie sich Ihre Gedanken selbst………

Hier ein Kommentar des DWJ.

Sportschütze

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Wer HEILt HAASE?

Daß die allermeisten Grüne-Politiker es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht so genau nehmen habe ich ja schon immer vermutet. Jetzt wurde aber ein Beweis dafür veröffentlicht. Zumindest betrifft das Karl-Heinz Haase aus Lübeck.  Dumm gelaufen, Herr Haase, Sie sind entlarvt!

Die Amokläufe an deutschen Schulen hätten gezeigt, dass alle Täter „stille Waffennarren“ gewesen seien, argumentiert der Lübecker Grünen-Politiker. ……….. Sein Vorschlag: Vereine sollten Schulen freiwillig und diskret über ihren schießenden Nachwuchs in Kenntnis setzen. In Lübeck wären mindestens 45 Jugendliche betroffen. Der Artikel bei den Lübecker Nachrichten.

Gut, daß die Grünen auch die Intelligenz nicht mit Löffeln gefressen haben ist bekannt. Aber Dummheit alleine kann diesen Ausspruch nicht entschuldigen. Da muß schon ein gerüttelt Maß an Gutmenschentum und sozialer Kälte in Verbindung mit Kontrollwahn vorhanden sein um eine Kennzeichnung von KINDERN zu verlangen.  Aber was sag‘ ich, der Mann ist Psychologe, vielleicht erklärt das sein Tun……….

Warum muß ich ausgerechnet jetzt an gelbe Armbinden, Blockwarte, Konzentrations- und Umerziehungslager denken?

Auch der lokale DSB-Fürst und Vorsitzender des Landesverbandes Norddeutscher Schützenverband, Peter Eyferth, ist mit auf den Zug aufgesprungen und würde diese Daten gerne liefern, obwohl man beim Bildungsministerium doch eher „mißtrauisch“ ist. Die Datenschützer scheinen ebenfalls eher Böcke als Gärtner zu sein, die würden bei der Sache ohne Bedenken mitspielen. Da hätten wir auch schon die ersten Mitläufer.

Ich sage nur eines: Armes Deutschland, weit bist Du wieder mal gekommen……

Herr Haase, möchten Sie nicht gleich alle Sportschützen in Deutschland zukünftig einheitlich kennzeichnen? Zum Beispiel so:

Sportschütze    oder so? Sportschütze

Das wäre doch einfacher für alle Beteiligten. Otto Normalbürger muß bei einer Begegnung nur auf die andere Straßenseite wechseln.

Edit: Haase läuft Amok. Der Sportschützenhasser hat nachgelegt:

Haase spricht von einer Risiko-Population. Die deutschen Amokläufer würden ihre mörderischen Taten im Gegensatz zum Wort („Amok“ bedeutet „in blinder Wut töten“) kühl und konzentriert vollbringen. „So schießt keiner, der zum ersten Mal eine Waffe in der Hand hat.“

Der geneigte Leser möge sich über diese diskriminierenden Ergüße sein eigenes Bild machen. Ich persönlich halte solche Typen wie den Haase für brandgefährlich. Der will Psychologe sein? Führt auf, daß Ausgrenzung, Mobbing usw. die Taten begünstigt? Und dann will er genau das mit seiner Meldepflicht anheizen? Nach Winnenden gab es das schonmal: Mobbing an sportschießenden Schülern durch Lehrer.

Zu den Fakten: Es handelte sich bei den Tatwaffen von Emsdetten, Erfurt, Freising, Eislingen definitiv um illegal beschaffte Waffen. Die Täter alle keine Kinder mehr. Schon gar nicht ausschließlich Jungen, es sind sehr wohl auch einige weibliche Attentäter zu verzeichnen. Auch sind die verwendeten Tatwaffen bei Schulattentaten bei weitem nicht nur Schusswaffen, es werden gerne auch Flammenwerfer, Messer, Äxte und Molotowcocktails verwendet. Focus. Was soll also diese Brandmarkung der sportschießenden Kinder durch Haase? Was bezweckt er mit der Aussage, daß deutsche Sportschützenvereine eine „Risiko-Population“ heranziehen? Daß die Kinder zu kaltblütigen und konzentriert schießenden Mördern ausgebildet werden? 

Die Datenschützer haben mittlerweile einen Rückzieher gemacht. So wie es heute aussieht hat sich ein Journalist der Lübecker Nachrichten diesen Punkt einfach nur aus der Nase gezogen. Eine Gegendarstellung ist aber noch nicht erfolgt. 

Ich werde mir aus Protest ein T-Shirt mit diesem unten gezeigten Ehrenzeichen drucken lassen. Wer will noch eins?

Sportschütze:Stigma

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FvLW bereitet Rechtssatzverfassungsbeschwerde vor

Jetzt geht’s los. Der Kampf gegen das mißratene und zutiefst undemokratische deutsche Waffengesetz beginnt, in neuer, nie da gewesener Qualität. Die Legalwaffenbesitzer gehen den rechtsstaatlichen Weg vor das Bundesverfassungsgericht. Ich hoffe, daß sich möglichst alle Legalwaffenbesitzer mit einer Spende beteiligen. Hier die Mitteilung der FvLW:

Sehr geehrte Legalwaffenbesitzer,
liebe Community,

jetzt wird es Ernst und wir greifen die Idee der Rechtssatzverfassungsbeschwerde auf. Wir, die FvLW e.V., haben die juristische Machbarkeit und das finanzielle Risiko der Rechtssatzverfassungsbeschwerde in Bezug auf die nicht anlassbezogenen Kontrollen (Art. 13 GG) und die damit verbundenen Konsequenzen, wie Verlust der Zuverlässigkeit, Einzug der WBK, Eigentumsaufgabe der Waffen von mehreren Anwaltskanzleien prüfen lassen. Die involvierten Anwälte sind alle BGH erfahren.

Diese Anwälte halten es für möglich, dass das Bundesverfassungsgericht die Klage annimmt.

Hierzu muss als erstes ein Gutachten erstellt werden. Die Kosten dafür schlagen mit 2.000 -–2.500 € zu Buche.
Für den Prozess rechnen wir mit 7.000 – 8.000 €.
Alles in Allem also ca. 10.000 €.
Dieses Gutachten haben wir in Auftrag gegeben und das Kostenrisiko hierfür übernommen.

Wir haben die in „Waffen-online“ bekundete Spendenbereitschaft mal überschlagen und sind auf ein Volumen von rund 8.000 € gekommen. Unter diesen Umständen ist die FvLW e.V. bereit, die Klage zu führen. Es muss Euch aber klar sein, dass die 80% der Gesamtkosten von Euch kommen müssen. Alleine aus Vereinsmitteln können wir das nicht stemmen.

Wir haben bei der Deutschen Bank in Frankfurt a.M. ein Spendenkonto eingerichtet. Konto-Nummer 302700061 BLZ 50070024

Dass ein solcher Prozess auch mit negativem Ausgang enden kann sollte jedem klar sein!
Das angegebene Konto wird offen geführt und ist jederzeit prüfbar. Einahmen und Ausgaben über dieses Konto werden wir im 14- tägigen Turnus auf unserer Homepage veröffentlichen. Bei negativem Ausgang, bzw. bei zu geringem Spendenaufkommen ist aus unserer Sicht eine Rückerstattung nicht durchführbar, da der Verwaltungsaufwand und die dabei entstehenden Kosten in keinem Verhältnis stehen würden.

Konkret würde es bedeuten, dass das eingezahlte Geld für andere unser Thema betreffende Aktionen genutzt werden sollte.

Wir agieren in Eurem, im Interesse aller Legalwaffenbesitzer!

„Leitet bitte den Spendenaufruf über vorhandene Mailpools weiter

wir brauchen jede Unterstützung“
Manfred Kübel für die FvLW e.V.

 Hier der Aufruf als PDF

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Bundesregierung berichtet dem Bundesrat

Der Bundesrat hat in seiner 860. Sitzung am 10. Juli 2009 zu dem vom Deutschen Bundestag am 18. Juni 2009 verabschiedeten Vierten Gesetz zur Änderung des Sprengstoffgesetzes die Änderungen des Waffengesetzes begrüßt und die Bundesregierung um Prüfung gebeten, ob und inwieweit das sportliche Schießen mit sogenannten großkalibrigen Kurzwaffen weiter eingeschränkt werden sollte. Darüber hinaus soll die Genehmigung von Sportordnungen für bestimmte Schießdisziplinen (IPSC-Schießen) kritisch überprüft werden. Der Bundesrat hat die Bundesregierung gebeten, über das Veranlasste zu berichten.

Dieser Bericht ist jetzt online (Dank an User MichaelDa von Waffen-Online.de), die Stellungnahme der Bundesregierung fällt in weiten Teilen vernünftig aus, auch wenn die eine oder andere Passage noch etwas grün und rot gefärbt ist. Ansonsten scheinen die Recherchen sorgfältig und gründlich durchgeführt worden zu sein. Ist aber nichts, was nicht schon vorher bekannt gewesen wäre. Wurde halt wieder mal Geld zum Fenster hinausgeworfen.

Besonders zu beachten ist aber, daß die biometrische Sicherung der einzelnen Waffe ala Armatix noch nicht endgültig vom Tisch ist! Hier muß dem Gesetzgeber weiterhin mit Fakten geholfen werden.

Nachtrag: Bei Visier gibt es weitere Meinungen dazu.

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Die stecken alle unter einer Decke……..

Wie etwas weiter unten berichtet, haben Mitarbeiter von Galileo vermutlich illegal Waffen nach Deutschland verbracht und besitzen diese wahrscheinlich immer noch. Mit dem verlinkten Text habe ich mich bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg über diese Art der Berichterstattung beschwert und damals folgenden Text zurückbekommen.

Nun gut, man kümmert sich. Habe ich gedacht. Heute kam nun der „Abschlußbericht“ der „intensiven Prüfung“ des Vorgangs. Lesen Sie selbst.

Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, was sich die Medienanstalt hier leistet. Auf die Mißstände bei der Berichterstattung geht man gar nicht ein. Man deckt die Verantwortlichen und wiegelt ab. Nun, was will man von Horch und Guck auch anders erwarten….

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Amtliche Feststellung: Behörden produzieren illegale Waffen! Mit Amtshilfe untereinander!

3.3 Auswirkungen bei Ablehnung der Stellenschaffungen
Die gesetzlichen Vorgaben des Waffengesetzes können nicht garantiert werden. Es kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass Erlaubnisinhaber ihre Waffen sicher und vor dem Zugriff unberechtigter Dritter unterbringen. Dadurch kann sich eine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung mit Haftungsansprüchen ergeben.

Mit dieser Begründung beantragt das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Stuttgart über den Gemeinderat drei zusätzliche Planstellen von A9 – A11, wodurch dem Steuerzahler ein Schaden in sechstelliger Höhe entsteht. Natürlich wird auch die Stelle des Vorgesetzten dadurch aufgewertet, was zu weiteren Kosten führt, dieser wird ja schließlich auch befördert. Die Behauptung daß Waffenbesitzer per se unzuverlässig sind ist allerdings eine bodenlose Frechheit und Eingeständnis eigener Unfähigkeit. In diesem Fall dürfte eine Genehmigung zum Waffenbesitz nämlich gar nicht erst erteilt werden.

Das delikate an der ganzen Sache ist aber, daß bei 8.200 registrierten Waffenbesitzern in Stuttgart eine Zahl von 4300 verstorbenen Waffenbesitzern entgegensteht, bei diesen ist der Verbleib der Waffen ungeklärt!! Dies betrifft etwa 7.500 Waffen!

In Stuttgart sind auf ca. 4.300 sog. Alt-Erbfälle aufgelaufen (ursprünglicher Erlaubnisinhaber verstorben, Eigentum an Waffen geht auf Erben über, nicht aber automatisch die Erlaubnis zum Besitz). In diesen Fällen sind die Erben, d.h. die Waffenbesitzer, nicht bekannt. Ebenso ist nichts über den Verbleib der Waffen und deren Aufbewahrung bekannt. Auch die Aufklärung der rückständigen Erbfälle und die Einleitung der dafür notwendigen Maßnahmen sind – spätestens nach dem Amoklauf von Winnenden – überaus wichtig und dringend. Hier lauert ein unkalkulierbares Gefahrenpotential, zumal weder jemals eine Erlaubnis erteilt wurde noch eine Überprüfung der Zuverlässigkeit und der Aufbewahrung erfolgen konnte. Es ist davon auszugehen, dass in Stuttgart viele Personen Waffen besitzen, ohne eine Erlaubnis dafür zu haben.

Diese Erkenntnis der zuständigen Behörde trifft mich zutiefst. Ich glaubte bisher, daß die Behördenmitarbeiter (wenn auch manchmal langsam) immer zuverlässig arbeiten und das Ergebnis dieser Arbeit immer zuverlässig und richtig ist. Jetzt muß ich feststellen, daß hier in unglaublicher Weise geschlampert wird. Ehemals registrierte Waffen „verschwinden“ unter den Augen der zuständigen Behörden in die Illegalität, man weiß davon und tut jahr(zehnt?)elang nichts dagegen? Das kann doch nicht wahr sein?

Das ist ein Skandal allergrößten Ausmaßes. Betroffen ist nicht nur die Waffenbehörde, sondern auch das Einwohnermeldeamt. Warum? Ganz einfach: Jeder registrierte Waffenbesitzer hat eine Markierung „W“ ganz oben in seiner Akte des Einwohnermeldeamts. (Analogien zur Kennzeichnungen des Dritten Reiches sind rein zufällig.) Dieses „W“ (für Waffenbesitzer) dient dazu, auch anderen Behörden (z.B. Polizei) Hinweise auf den Waffenbesitz zu geben. Nun, wenn ein solcher registrierter Waffenbesitzer verstirbt muß das Einwohnermeldeamt zwingend die Waffenbehörde verständigen, damit der weitere Verbleib der registrierten Waffen geklärt werden kann. Aber dies scheint regelmäßig in deutschen Amtsstuben nicht zu passieren. Ob aus Dummheit oder Faulheit (was ja nicht abwegig ist) wird man wohl klären müssen.

Ich bin mal so frei und behaupte, daß das vermutlich auch in anderen deutschen Amtsstuben so gehandhabt wird. Dann ist nämlich auch erklärbar, woher ein großer Teil der illegalen Waffen in Deutschland stammt: Direkt von den Behörden selbst.

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«Leben wie im Film»

 «Während andere solche Filme geschaut haben, haben wir es getan» Diese Aussage ist so erschreckend, so endgültig und offenbart einen tiefen Blick in die Seele der 4-fach-Mörder von Eislingen. Der Südkurier berichtet.

Es zeigt ganz deutlich, daß der Hintergrund „Schützenverein“ und „Sportschütze“ absolut nichts mit der Tat zu tun hatte, daß unbescholtene und gesetzestreue Bürger zu Unrecht diskreditiert wurden. Die Medien, die miserabel recherchierten, eine Hetzjagd auf Sportschützen veranstalteten, die mißratenen Politiker, welche sich in die Schar der Wadlbeißer einreihten, sie alle sollten sich jetzt bei uns entschuldigen. Naja, träum‘ weiter, Michl…….

Hier bei der Welt gibt’s noch weiterführende links.

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Medienhetze – 2.Lehrstunde. Den Stundenplan kennen wir leider noch nicht.

Nachdem jetzt jeder ungestraft auf die registrierten Waffenbesitzer in Deutschland einprügeln darf, hat sich nun auch das Pro7-Format „Galileo“ auf uns eingeschossen. Mit Lügen und Fälschungen wird versucht falsche Eindrücke entstehen zu lassen, um weitere Verschärfungen des Waffenrechts zu fordern. Das wird dann auch getan, Galileo goes politics….

„Wie einfach ist es, eine Schußwaffe zu bekommen?“ „Nach dem Amoklauf von Winnenden wurde das Waffenrecht verschärft. Wir wollen herausfinden ob ausreichend“. Das war die Ausgangsfrage des Galileo-Investigator-Teams. Die Geschichte scheint doch etwas schwerer als gedacht gewesen zu sein, so mußte man sich halt auf’s Tricksen verlegen.

Man wußte zumindest, daß von den illegalen Schußwaffen die größte Gefahr ausgeht. Es wären wohl so um die 20 Mio. in Deutschland. Man hat einen illegalen Sammler ausfindig gemacht (es gibt übrigens auch legale Sammler) der 300 illegale Waffen besitzt und diesen befragt, sich die Waffen sogar zeigen lassen und sie befummelt. Quintessenz: Kein Problem eine illegale Waffe zu bekommen. Ist zwar illegal, aber was soll’s.

Als nächstes hat man einen vermummten Mechaniker gefunden der Schreckschußwaffen zu „scharfen“ umbaut. Dauert eine Woche, kostet 400 Euro. Ist zwar auch illegal, stört aber nicht.

Dann geht’s nach Belgien, auf eine Waffenbörse. Man will eine Waffe kaufen und nach Deutschland bringen. Die Aktion wäre angeblich mit der dt. Polizei abgesprochen -was unmöglich ist- gelogen! Man kauft offensichtlich ein schwedisches Ordonnanzgewehr von vor 1900 (diese sind in Belgien frei erwerbbar), was anderes hat man aufgrund gesetzestreuer Händler nicht bekommen. Das Gewehr war billig, es ist mit Diopterbohrungen versehen und das Visier fehlt gänzlich. Dann kommt ein obskurer „Waffenfachmann“, der sich schon früher nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, mit ins Spiel. Er erklärt, daß man Munition selbst herstellen kann, problemlos bis zu tausend Patronen die Stunde. Was er verschweigt: Man muß in Deutschland für diese Tätigkeit eine Prüfung bestehen, das Pulver wird registriert und nur an Erlaubnisinhaber abgegeben.

Als nächsten Gesetzesverstoß verbringt man dann die gekaufte Waffe illegal nach Deutschland um sie bei der Polizei abzugeben. Nur – die abgegebene Waffe ist nicht die gekaufte! Im Film eindeutig zu erkennen fehlen der Waffe urplötzlich die Diopterbohrungen und das Visier ist wieder drauf. Auch der Allgemeinzustand der Waffe ist auf einmal wesentlich besser. Das läßt nur einen Schluß zu: Entweder der Journaille-ur, jemand aus seinem Team oder der (ich lach‘ mal kurz) „Waffenexperte“ hat das Gewehr ausgetauscht, die nicht registrierte Waffe behalten und (Vermutung von mir) eine alte Dekorationswaffe bei der Polizei abgegeben. Somit wäre jetzt eine weitere illegale Waffe in Deutschland im Umlauf.

Nun, das ach so investigative Galileo-Team hat mehrere Verstöße gegen das Waffengesetz begangen und sich somit strafbar gemacht. Alle dort involvierten, einschließlich des *g* „Waffenexperten“. Interessiert nicht, genau das wollte man doch zeigen! Und zum Schluß setzt man dem ganzen noch die Krone auf und schreibt an die EU-Kommision, mit der Forderung das Waffengesetz weiter zu verschärfen.

Wow. Das ist Qualitätsjournalismus. Und alles nur, um Quote zu machen. Wieder mal auf Kosten der gesetzestreuen Legalwaffenbesitzer. Man geht über Leichen und Otto Normalbürger merkt es nichtmal.

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